Dankbarkeit als Beratungselement.

Wenn man schon lange versucht, eine belastende Erfahrung oder Situation zu ertragen, kann man sich leicht in einem finsteren Weltbild verfangen. Alles scheint durch das Negative, was man erfahren hat oder noch erfährt, geprägt zu sein. Um dort wieder herauszufinden, hilft es oftmals nicht, nur genau zu betrachten, was einen belastet. Hier ist eine Änderung der eigenen Sicht auf die Dinge notwendig. Eine neue Orientierung, um nicht alles nur noch im Fokus des Dunklen zu empfinden, was sie belastet.

An dieser Stelle kann ein Berater helfen, den Fokus auf die Aspekte des eigenen Lebens zu lenken, wofür sie, trotz allem, dankbar sein können. Um dies herauszufinden, kann ein Berater mit Ihnen Methoden erarbeiten, die Ihnen konkret helfen können, diese neue Blickrichtung einzuüben. Dabei können Dankbarkeitstagebücher, -fotoalben oder auch Briefe helfen. Es gibt Imaginationsübungen, die ihnen, in der Begleitung durch den Berater, helfen positive Aspekte rund um ihre Erfahrungen zu entdecken.

Das Ziel dieses Beratungsansatzes ist nicht, das Erfahrene positiv umzudeuten. Vielmehr können sie dabei erleben, was ihnen die Stärke gegeben hat, bis hierhin zu überleben. Das in den Fokus zu bekommen, was Ihnen die Kraft geben kann, endlich aus der Umklammerung der Finsternis auszubrechen, die sie mehr und mehr vereinnahmen will.

In der christlichen Therapie wird es oft auch Gott sein, der ihnen auf dieser Reise begegnen wird. Der auf die eine oder andere Weise immer schon da war, auch wenn das Leben noch so finster war.

 

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